Das Projekt zielt darauf ab, eine Antwort auf solche Probleme zu geben, indem es Häftlinge in eines der innovativsten Phänomene der IKT-Wirtschaft einbezieht: das 3D-Drucken. Das Projekt vermittelt die Fähigkeiten, die für die Einrichtung und Nutzung eines 3D-Druckers erforderlich sind. Tatsächlich wird der 3D-Druck eine der wichtigsten Rollen in den kreativen und produktiven Prozessen für kleine und mittlere Unternehmen auf der ganzen Welt in den Bereichen schneller Prototypenbau, Industriedesign, Ingenieurwesen, Architektur, Kleidung, Schmuck, Medizin und wissenschaftliche Forschung übernehmen. Insbesondere findet eine solche Revolution im europäischen industriellen Rahmen statt, in dem der Bedarf an Personal mit entsprechenden technologischen Fähigkeiten steigt, der aber nicht durch den bestehenden Arbeitsmarkt gedeckt ist.

Das Projekt reagiert auf die spezifischen Bedürfnisse von: 

  • Häftlingen, die aktiv sein und neue zertifizierbare Ausbildungsmöglichkeiten erwerben müssen, um wieder zu Arbeit, dem Schlüsselfaktor für soziale Wiedereingliederung, zu gelangen;
  • Trainer*innen, die ihre digitalen Fähigkeiten verbessern werden, um die Inhalte und Lehr-/Ausbildungsmethoden, die während und nach der Haft angewandt werden, zu erneuern; 
  • Gefängnissen, die in der Lage sein werden, die Qualität und Quantität der Beschäftigungsmöglichkeiten für Häftlinge zu erhöhen, wodurch die Lebensqualität verbessert und das Risiko von Rückfällen verringert wird. 

Das Projekt zielt darauf ab, die folgenden spezifischen Ziele zu erreichen: 

  • Definition der nicht-formalen/transversalen und formalen/spezifischen Fähigkeiten, die Häftlinge lernen müssen, um die eingesetzten Technologien nutzen zu können; 
  • Entwicklung spezifischer Trainingsmodule zu neuen Drucktechnologien, die in ganz Europa, in Gefängnissen oder im Fernunterricht eingesetzt werden können, um deren Übertragbarkeit auf Personen mit geringeren Möglichkeiten zu fördern; 
  • Förderung neuer Praktiken bei Strafvollzugsanstalten und privatsozialen Organisationen, die die Resozialisierung von Inhaftierten und die notwendige Anerkennung der erworbenen Kompetenzen im 3D-Druck erleichtern;
  • Definition von europäischen Normen im Hinblick auf eine produktive interne Organisation. 

Das Projekt steht im Einklang mit: 

  • Europa 2020-Strategie: integratives Wachstum, Unterstützung von Erwachsenen, die neue Kompetenzen erwerben und sich an den sich entwickelnden Arbeitsmarkt anpassen. 
  • ET 2020 Prioritäten, 3. strategisches Ziel: Förderung von Gerechtigkeit, sozialem Zusammenhalt und aktiver Bürgerschaft; 4. strategisches Ziel: Unterstützung von Kreativität und Innovation […] auf allen Stufen der allgemeinen und beruflichen Bildung. 
  • EU-Ratsbeschluss 2015/1848, Leitlinie 6, die die Fähigkeiten und Kompetenzen der Arbeitskräfte in einer zunehmend digitalen Wirtschaft und im Kontext des technologischen Wandels erhöht. 
  • Gemeinsamer Bericht des Europäischen Rates und der Europäischen Kommission (2015/C 417/04) „Neue Prioritäten für die europäische Zusammenarbeit im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung“: Schwerpunktbereiche 2 und 3. 
  • Antrag für eine Erklärung des Europäischen Parlaments zu Gefängnissystemen und -bedingungen (2015/2062(INI)): Artikel 8, 15, 18, 32, 62. 

Nach den Schulungen und Experimenten (die direkt mit den Gefängnissen in Zusammenarbeit mit den Partnerinstitutionen für die Wiederbeschäftigung von benachteiligten Personen überprüft werden) und durch die Methodik der Aktionsforschung und die Unterstützung einer speziellen virtuellen Plattform soll das Projekt drei innovative Werkzeuge für den Einsatz von 3D-Drucktechnologien im Gefängnis entwickeln: 

Rahmenwerk der spezifischen Fähigkeiten
Trainingsmodelle
Operative Leitlinien

Für einen Zeitraum von 36 Monaten wird das Projekt ständig 24 Experte umfassen, die von den 7 Partnern aus der Praxis kommen, sowie dutzenden Trainern aus 6 Ländern und etwa 270 Insassen. Jede*r kann auf die hergestellten Werkzeuge zugreifen und sie nutzen, die in die Hauptsprachen der beteiligten Länder übersetzt und innerhalb von etwa 12 Monaten nach Abschluss des Projekts kostenlos über das Internet zugänglich gemacht werden. 

Während dieses 36-monatigen Zeitraums werden 3.000 Personen Zugang zu dem Projekt erhalten, darunter Strafvollzugs- und Sozialarbeiter, Unternehmen, Freiwillige und natürlich Häftlinge aus verschiedenen Bereichen in mindestens 5 EU-Ländern und der Türkei. 

Das Projekt wird langfristig unterstützt durch: 

  • Die Förderung und Steigerung der digitalen Ausbildungswege im Gefängnisumfeld durch die Professionalisierung aller beteiligten Akteure; 
  • Beschäftigungsfähigkeit ehemaliger Häftlinge, Förderung von Fähigkeiten, die sowohl auf lokaler als auch auf europäischer Ebene marktfähig sind; 
  • Neue Modelle, die auf den Synergien zwischen den Systemen für Sicherheit, Ausbildung und digitale Industrie basieren.